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Hühner im Ausgang
Die Hühner von Thomas Jung haben eine saftige Wiese als Auslauffläche.
Das gibt Mehrarbeit, aber sie lohnt sich.

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Scharren und Gackern im Freien: Thomas Jungs Hühner habens gut.
Frische Luft, Sonne ...
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Tock, Tock! Bevor Thomas Jung den Hühnerstall betritt, klopft er an. «Das
gehört sich so. Ich will sie ja nicht erschrecken.» Seit 1995 betreibt
der gelernte Geflügelzüchter in Oberlangenhard bei Rikon ZH die Hühnerfarm
– streng nach den Naturaplan-Richtlinien. «Im Unterschied zu einer
konventionellen Hühnerfarm ist mein Aufwand vor allem bei der Umgebung
des Stalls grösser», so Jung. Auch die Schattendächer verursachen ständig
Unterhaltsarbeiten. «Und weil die Tiere durch den Auslauf vielen Einflüssen
ausgesetzt sind, kommt der Beobachtung im Stall grosse Bedeutung zu.» Und
natürlich gibts noch den organisatorischen Aufwand. Neben den amtlichen
Kontrolleuren kommt zweimal pro Jahr der Kontrolleur der Firma SGS
unangemeldet vorbei. Er prüft die Einhaltung der
Naturaplan-Anforderungen.
Thomas Jung: «Findet er Unregelmässigkeiten, gibts eine weitere
Nachkontrolle. Auch ein Lieferstopp wäre bei einem schweren Vergehen möglich.»
Auch die Junghennen kommen aus einem Aufzucht-Betrieb, der
Naturaplan-zertifiziert ist – wie auch der Futterlieferant. «Das Futter
enthält keine gentechnisch veränderten Bestandteile und auch keine künstlichen
Farbstoffe.» Die Dotterfarbe – sie wird vom Futter beeinflusst – wird nur
mit natürlichen Zutaten erreicht. Auch Kleinvieh macht Mist, und dieser
wird bei Thomas Jung durch Verträge mit acht Bauern als Dünger im
IP-Programm gezielt eingesetzt.
Die 8000 Hühner auf der Farm von Thomas Jung legen etwa 7200 Eier pro
Tag. Trotz der grossen Zahl herrscht Ordnung. So benutzt ein Tier
normalerweise stets dasselbe Nest. Der Tagesablauf einer Henne ist klar
strukturiert. In den ersten fünf Stunden ist ihre Haupttätigkeit das
Eierlegen und Fressen. Dann ist sie schon für den ersten Abstecher in den
Wintergarten bereit, bei guter Witterung geht es ins Grüne auf die Hühnerweide.
Am Nachmittag macht man gern eine Siesta auf der Sitzstange, bevor man
sich nochmals den Magen für die Nacht so richtig vollschlägt. Thomas
Jung, fast liebevoll: «Hühner sind wie Menschen. Sie wollen sich
auskennen. Deshalb haben sie ihre Gewohnheiten.»
Takashi Sugimoto
COOPZEITUNG NR. 13 – 26. März 2003
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Kopf der Woche
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Hans Wiedmer ist Geflügel-Fachmann und Lehrer am Avivorum in
Zollikon.
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Coopzeitung: Ist es für Hühner ein Problem, in der Herde zu
leben?
Hans Wiedmer: Nein. Die einzelnen Hühner halten sich nur in einem
begrenzten Bereich auf. Oft rücken sie freiwillig sehr eng zusammen.
Sind grosse Herden natürlich?
In der Wildbahn leben sie in Kleinherden, können sich aber für
Wanderungen zu grösseren Gruppen zusammenschliessen.
Was braucht ein Huhn?
Wichtig sind genügend Platz, Nester und erhöhte Sitzgelegenheiten
zum Aufbaumen (Schlafen). Weiter schätzen sie Scharrräume und Sandbäder
zur Beschäftigung und Gefiederpflege.
Vermissen die Hühner ihre Eier?
Es gibt keine Anzeichen dafür. Zudem ist es in der Natur auch sehr
häufig, dass Vögel ihre Gelege verlieren.
COOPZEITUNG NR. 13 – 26. März 2003
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Buntes eierlei
Zum Färben eignen sich 7-14 Tage alte Eier am besten. Eier nach dem
Kochen nicht abschrecken, da sich durch das Abkühlen das Innere des Eis
zusammenzieht und so Wasser unter die Schale gelangt. Die gekochten und
gefärbten Eier mit einem Pflanzenöl oder mit einer Speckschwarte
einreiben.
COOPZEITUNG NR. 13 – 26. März 2003
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